Herbstsemester 2009 / 2010
PETER GREENAWAY: “NEW POSSIBILITIES”
Öffentlicher Vortrag in der Reihe “Scenographies”
Donnerstag, 07.01.2010, 19 Uhr
Vortragssaal, ZHdK, Hauptgebäude, Ausstellungsstrasse 60, 8005 Zürich
Er wird international gefeiert und gehasst. Für die einen ist er ein Genie, das mit seinen Bildfantasien das Kino an die Grenzen treibt, für die anderen ein Provokateur, der die Traditionen brüskiert. Unbestritten gilt der Brite Peter Greenaway als einer der einfluss-reichsten Regisseure seit den 1980er und 90er Jahren. Seine exzentrischen Spielfilme wie Der Kontrakt des Zeichners, Der Bauch des Architekten, Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber oder Prosperos Bücher haben Filmgeschichte geschrieben – als radikale Versuche, das Kino als Kunstform neu zu erfinden. Am Donnerstag, den 07.01.2010 kommt Peter Greenaway nach Zürich und präsentiert um 19 Uhr seine neueste Arbeit im Vortragssaal der Zürcher Hochschule der Künste, Ausstellungsstrasse 60 (in englischer Sprache). Peter Greenaway gilt als genial und innovativ in den verschiedensten Kunstformen. Neben seinen filmischen Projekten ist er als Maler, Ausstellungsmacher, Schriftsteller, Theater- und Opernregisseur sowie als Komponist aktiv. Auch erfindet er im Rahmen eigener Film-Kunst-Performances zurzeit die Gattung der so genannten VJ-ing neu (VJ = Video-Jockey). Die Revolution der Bilderwelt entfaltet er exemplarisch in seinem Projekt The Tulse Luper Suitcases – einer Episodengeschichte, die mittels 92 Koffern sowie der Medien des Films und des Computerspiels erzählt wird.
Der Vortrag von Peter Greenaway bildet den Abschluss und Höhepunkt der Vortragsreihe “Scenographies”, zu der auf Einladung des MAS Szenografie der Zürcher Hochschule der Künste in den letzten Monaten unter anderem der Musiker und Künstler Bill Drummond, der Architekt Francis Kére und der Theaterregisseur Christoph Schlingensief eingeladen wurden.
Medienpartner: archithese.
Video 

ETOY / MICHAEL ZAI: “ETOY SCENOGRAPHY”
Öffentlicher Vortrag in der Reihe “Scenographies”
Donnerstag, 17.12.2009, 19 Uhr
Szeno-Atelier, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich (Eingang im Hof)
Michel Zai aka etoy.ZAI is a founder and one of the long term key personalities of the art group etoy. Zai served as etoy CEO from 1996 to 2009. He was involved in the planning and execution of the legendary “digital hijack” (1,5 million search engine users kidnapped in 1996), he coordinated “TOYWAR” (etoy.com domain name and trademark battle in 1999 and 2000), designed six etoy.TANKS (container based etoy.STUDIOS since 1998), developed the concept for etoy.SHARE and currently invests his resources in MISSION ETERNITY – a digital cult of the dead. Zai won international awards such as Prix Ars Electronica, Namics Media Art Award, Telefonica Foundation’s Vida Award for Artificial Life and several grants. His work with etoy has been published by die Gestalten Verlag, M.I.T. Press, Dumont, Tate Publishing and is shown in museums worldwide: i.e. Palais de Tokyo in Paris, Secession Vienna, Kunsthaus St. Gallen, Manifesta 7 in Bolzano, ICC Tokyo or the National Art Museum of China. Since 1996 Zai lectured at universities and institutions such as the M.I.T. Media Lab, HSG St. Gallen, DASARTS and Mediamatic Amsterdam, Gottlieb Duttweiler Institute Zurich, Intercommunication Center ICC Tokyo, the Interactive Institute Stockholm, Fact Liverpool, Tsinghua University Beijing and many international festivals. Zai holds a master’s degree in visual communication from the University of Applied Arts, Vienna. At the age of 18 he started working as anchorman for Swiss National Television, and in 1992 founded HIRN-lein, a controversial telephone entertainment company. Beyond his commitment for etoy, Zai was head of unit and professor at the media & interaction design unit of ECAL (University for Art and Design in Lausanne) from 2003 to 2009. Today he works as a freelance instructor, researcher and consultant for NGOs, universities and corporate clients.
Medienpartner: archithese.

PHILIP URSPRUNG:
“HAPPENING SZENOGRAFIE: ALLAN KRAPROW & CHRISTOPH SCHLINGENSIEF”
Öffentlicher Vortrag in der Reihe “Scenographies”
Donnerstag, 10.12.2009, 19 Uhr
Szeno-Atelier, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich (Eingang im Hof)
Prof. Dr. Philip Ursprung (geb. 1963) studierte Kunstgeschichte, Allgemeine Geschichte und Germanistik in Genf, Wien und Berlin. Promotion an der FU Berlin, Habilitation an der ETH Zürich. Er unterrichtete an den Universitäten Genf, Basel und Zürich, an der ETH Zürich, der Kunsthochschule Berlin-Weissensee und der Universität der Künste Berlin. 2001-05 war er Nationalfonds-Förderungsprofessor für Geschichte der Gegen-wartskunst am Departement Architektur der ETH Zürich. Seit 2005 ist er Professor für Moderne und zeitgenössische Kunst an der Universität Zürich. Er war Kurator an der Kunsthalle Palazzo in Liestal, Gastkurator am Museum für Gegenwartskunst in Basel, am Canadian Centre for Architecture in Montreal und der Graduate School for Architecture, Planning and Preservation der Columbia University New York. Er ist Autor von Grenzen der Kunst: Allan Kaprow und das Happening, Robert Smithson und die Land Art (München, 2003), Herausgeber von Herzog & de Meuron: Naturgeschichte (Montreal und Baden 2002), sowie Ko-Autor von Images: A Picture Book of Architecture (München 2004). Er war Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission von 1997-2004. Seit 2003 ist er Präsident der Fondation Nestlé pour l’Art. Er ist Präsident der Jury der Akademie Schloss Solitude für die Periode 2007-2009.
Eine Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe “Scenographies. Display in Art, Architecture and Stage Design” des MAS Szenografie.
Medienpartner: archithese.

CHRISTOPH SCHLINGENSIEF / FRANCIS KÉRÉ:
“EIN FESTSPIELHAUS FÜR AFRIKA”
Öffentlicher Vortrag in der Reihe “Scenographies”
Donnerstag, 26.11.2009, 19 Uhr
Szeno-Atelier, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich (Eingang im Hof)
Das ist sein Traum: ein Festspielhaus in Afrika und für Afrika. Christoph Schlingensief, der 48jährige, an Krebs erkrankte Regisseur hat für dieses Vorhaben inzwischen die Unterstützung der deutschen Bundesregierung, des Goethe-Instituts und der Kultur-stiftung des Bundes erhalten. Gemeinsam mit dem Architekten Francis Kéré wird er am 26.11.2009 in Zürich zum ersten Mal die Pläne des Hauses vorstellen.Christoph Schlingensiefs FESTSPIELHAUS AFRIKA soll eine Begegnungs- und Produktionsstätte für afrikanische und europäische Künstler werden und offen sein für alle Bevölkerungsgruppen. Januar 2010 ist Baubeginn des Festspielhauses, und zwar in Ouagadougou, Burkina Faso. Zunächst wird ein Schulgebäude für eine Film- und Musikklasse errichtet und ab März 2010 ein großes Theater mit 500 Plätzen. Eine Krankenstation, ein Restaurant und eine Pension sollen folgen, sodass am Ende ein ganzes Festspieldorf entstanden sein wird. Mit dem Berliner Francis Kéré konnte einer der interessantesten und erfolgreichsten Architekten der jüngeren Generation gewonnen werden: Kéré, ein aus Burkina Faso stammender Häuptlingssohn, der in Deutschland sein Architekturstudium absolvierte, wurde 2004 für den Bau einer Grundschule in seiner Heimatstadt Gando mit dem Aga-Khan-Preis ausgezeichnet – einem der prestigeträchtigsten Architektur-auszeichnungen weltweit. Auf Einladung des MAS Szenografie der Zürcher Hochschule der Künste werden Christoph Schlingensief und Francis Kéré am 26.11.2009 zum ersten Mal gemeinsam die Pläne des Festspielhauses in Afrika vorstellen.
Eine Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe “Scenographies. Display in Art, Architecture and Stage Design” des MAS Szenografie.
Medienpartner: archithese.
Video ++++

DORIS AGOTAI / BARBARA-DAVID BRÜESCH: “NARRATIVE ENVIRONMENTS”
Öffentlicher Vortrag in der Reihe “Scenographies”
Donnerstag, 19.11.2009, 19 Uhr
Szeno-Atelier, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich (Eingang im Hof)
Doris Agotai (Dr. sc. ETH, dipl. Arch. ETH SIA) lehrt als Dozentin für Raumkonzepte in Film und Architektur an der ETH Zürich und forscht im Bereich “Virtual Environments” am Institut für 4D-Technologien, FHNW. Nach Untersuchungen zur Raumwahrnehmung und zur Konktruktion filmischer Räume für die Architekturtheorie (Architekturen in Zelluloid. Der filmische Blick auf den Raum, Bielefeld 2007) und zu Architektur-Animationen (Compositing Spaces, HGK Basel) arbeitet sie gegenwärtig im Bereich Virtual Reality und Design Theorie. Doris Agotai ist Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturtheorie und Semiotik.
Barbara-David Brüesch (*1975 in Chur) studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Sie ist Gründerin der Zürcher Gruppe Hundinhose. Inszenierungen u.a. am Theater in der Fabrik/Staatsschauspiel Dresden, am Stadttheater Chur, am Stadttheater Bern. Am Stadttheater St.Gallen/Winkelwiese Zürich, am Schauspielhaus Wien, am Staatstheater Mainz, und am Staatstheater Stuttgart. Szenische Lesungen in der Barracke /DT Berlin und an den Werkstatttagen am Burgtheater 2006. Das Projekt “Der zweite Sonntag im Mai” von Hundinhose wurde zum Impulse-Festival eingeladen. Barbara-David Brüesch wurde mit dem Förderpreis der Stadt Chur, des Kantons Graubünden, der Stadt Berlin sowie mit Eliette von Karajan-Preis ausgezeichnet. Sie ist seit 2007 Gastdozentin an der Universität für angewandte Kunst in Wien im Fachbereich Bühnenbild.
Eine Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe “Scenographies. Display in Art, Architecture and Stage Design” des MAS Szenografie.
Medienpartner: archithese.

GEORG LENDORFF: “WERKBERICHT”
Öffentlicher Vortrag in der Reihe “Scenographies”
Donnerstag, 05.11.2009, 19 Uhr
Szeno-Atelier, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich (Eingang im Hof)
Georg Lendorff ist ein Zürcher Filmregisseur und Videokünstler. Nach einem Aufenthalt in Hong Kong lebte er von 1995 bis 2007 in London. Er studierte Graphic Design an der ZHDK und Filmregie am London College of Printing. Seit den frühen 90er Jahren kreiert Georg Lendorff regelmäßig Visuals für Oper und Theater. In einer langjährigen Zusammenarbeit mit Autor/Regisseur Igor Bauersima enstanden gefeierte Arbeiten u.a. für das Burgtheater Wien, die Salzburger Festspiele, das Düsseldorfer Schauspielhaus und die Staatsoper Stuttgart.
Eine Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe “Scenographies. Display in Art, Architecture and Stage Design” des MAS Szenografie.
Medienpartner: archithese

BILL DRUMMOND: “THE FUTURE OF MUSIC”
Öffentlicher Vortrag in der Reihe “Scenographies”
Donnerstag, 22.10.2009, 19 Uhr
Szeno-Atelier, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich (Eingang im Hof)
Bill Drummond (geb 1953) ist ein schottischer Musiker, Schriftsteller und Künstler. Zur Legende wurde er in den späten achtziger Jahren als Mitbegründer der Popband The KLF und ihrem Nachfolger, der Künstlergruppe K Foundation, mit der er im Jahre 1994 eine Million Pfund verbrannte. Er hat mehrere Bücher geschrieben (Das Handbuch. Der schnelle Weg zum Nr.1-Hit, 45, Bad Wisdom) und realisierte mehrere Konzeptkunst-projekte. Drummond wird über sein Chorprojekt The17 sprechen. Für diesen Chor rekrutiert Drummond weltweit immer genau 17 Laiensänger. Dabei gilt es, genaue Regeln zu befolgen: Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen, sämtliche Tonaufnahmen werden anschließend gemeinsam vernichtet.
Eine Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe “Scenographies. Display in Art, Architecture and Stage Design” des MAS Szenografie.
Medienpartner: archithese.
Video ++++

IASSEN MARKOV: “THE GOLDEN PRINCIPLE”
Öffentlicher Vortrag in der Reihe “Scenographies”
Donnerstag, 15.10.2009, 19 Uhr
Szeno-Atelier, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich (Eingang im Hof)
Iassen Markov, geb. 1980 in Sofia (Bulgarien), arbeitet in den Bereichen Architektur, Kunst und Performance. Er studierte Architektur an der Universität Stuttgart. Zwischen 2006 und 2008 unterrichtete er Architekturtheorie und Entwerfen am IGMA der Universität Stuttgart und an der AA in London. 2008 erhielt er Stipendium für die Akademie Solitude in Stuttgart. Seit Anfang 2009 arbeitet er als Architekt und Creative Director in der Firma 2M Proekt in Bulgarien. Er ist Mitherausgeber von 5 Codes: Architektur, Paranoia und Risiko in Zeiten des Terrors (Birkhäuser 2006, hrsg. von Igmade).
Eine Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe “Scenographies. Display in Art, Architecture and Stage Design” des MAS Szenografie.
Medienpartner: archithese.
Video ++++